Die meisten Hunde fühlen sich im Winter, wenn Schnee liegt, richtig wohl. Es macht ihnen Spaß, im weichen Schnee zu laufen und damit zu spielen. Im Winter ist der Sauerstoffgehalt der Luft höher, was gerade Herzpatienten das Leben erleichtert. Leider birgt die kalte Jahreszeit auch Gefahren für unsere vierbeinigen Freunde. Es gibt Erkrankungen, die besonders im Winter vermehrt auftreten. Wir wollen euch 2 näher erläutern:

1. Schneegastritis

Viele schlecken gerne den Schnee, manche fressen sogar ihn regelrecht davon. Der kalte Schnee aber reizt die Magenschleimhaut ganz extrem. Es kommt zu einer Entzündung der Schleimhaut. Meist einen Tag später fängt der Vierbeiner an zu erbrechen. Der Patient wird zunächst für 24 Stunden nüchtern gelassen, damit sich die Magen- Darm- Schleimhaut wieder regenerieren kann. In dieser Zeit darf nur Wasser, besser noch Kamillentee oder schwarzer Tee mit einer ganz kleinen Prise Salz und Traubenzucker gegeben werden. Die angegriffene und entzündete Magenschleimhaut sollten mit einem Medikament abgedeckt werden. Nach der 24-stündigen Hungerphase darf der Patient dann sehr vorsichtig mit einer leicht verdaulichen Diät ( kleine Mengen an Reis, Huhn, Magerquark oder Hüttenkäse, oder eine beim Tierarzt erhältliche spezielle Magen-Darm-Diät) gefüttert werden.

2. Blasenentzündung

Wenn die Hunde wie wild im Schnee tollen, wird oft der Bauch sehr naß. Dadurch kann es wie bei Kindern zu einer Blasenentzündung kommen. Dem Besitzer fällt als erstes auf, daß der Hund beim Gassigehen sehr lang braucht, um Urin abzusetzen. Gerade beim weiblichen Hund merkt man, wenn er Blasenentzündung hat, daß er immer und immer wieder nur ganz wenige Tröpfchen Harn verliert. In schwereren Fällen ist das Harnabsetzen sogar mit Schmerzen verbunden, der arme Patient jault dabei.

Manchmal bemerkt man sogar Blut im Urin, was besonders bei Schnee recht gut zu sehen ist. Bei einer Blasenentzündung, ja sogar nur bei dem Verdacht, sollte unbedingt sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, da eine Blasenentzündung schnell zu einem Problem der Nieren werden kann und dann einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann. Der Tierarzt wird immer ein lange zu verabreichendes, sog. harngängiges Antibiotikum (Dauer der Behandlung mindestens 2 Wochen) und ein krampflösende und schmerzlinderndes Mittel geben.

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